Was hat es gebracht? Eine Kosten-Nutzen-Bilanz der Klimaschutzmaßnahmen#
Stand: August 2026
Vorab: Warum diese Zahlen mit Vorsicht zu lesen sind#
Bevor eine einzige Zahl kommt, gehören vier Warnhinweise auf den Tisch. Wer sie überliest, blamiert sich in der ersten Diskussion.
„Vermeidungskosten" sind keine Naturkonstante. Dieselbe Maßnahme bekommt je nach Studie Werte, die um den Faktor 10 == 1000%! auseinanderliegen. Der Grund sind Annahmen: Wird die Anlage über 20 oder 30 Jahre gerechnet? Mit welchem Zinssatz? Werden Nebennutzen (saubere Luft, weniger Lärm, Energiesicherheit) mitgezählt? Wird die Zeit der Bürger bewertet — und mit wie viel pro Stunde?
Der Auftraggeber steht in der Zahl. Die schärfsten deutschen Zahlen stammen von Manuel Frondel (RWI) im Auftrag der INSM — einer arbeitgebernahen Initiative. Die günstigsten Zahlen für Erneuerbare stammen oft von Branchenverbänden. Beide rechnen nicht falsch. Beide wählen (andere) Annahmen. Ich nenne unten jeweils die Herkunft.
Der Wasserbetteffekt — und warum er heute schwächer ist. Klassisches Argument: Spart Deutschland im Stromsektor CO₂, werden Zertifikate frei, die jemand anders in Europa nutzt. Nettoeffekt null. Das stimmte bis 2019. Seit Einführung der Marktstabilitätsreserve werden Überschusszertifikate ab bestimmten Schwellen gelöscht. Der Wasserboden ist seither leck. Wer noch mit dem klassischen Wasserbett argumentiert, arbeitet mit einem veralteten Stand.
Euro pro Tonne ist bei Technologieförderung die falsche Frage. Dazu unten mehr — es ist der wichtigste Punkt des ganzen Dokuments.
Deutschland: die zehn großen Posten#
Sortiert von bestem zu schlechtestem Verhältnis.
1. EU-Emissionshandel (ETS) — der Referenzmaßstab#
- Was: Mengensteuerung mit Preisbildung, seit 2005, rund 40 % der EU-Emissionen.
- Effekt: Emissionen der erfassten Anlagen seit 2005 um rund die Hälfte gesunken. Kosten: Der Marktpreis ist die Vermeidungskostengrenze — zuletzt im Bereich 60–90 €/t.
- Bewertung: Der einzige Mechanismus, der die Reihenfolge automatisch richtig sortiert. Wer billiger vermeiden kann, tut es zuerst. Alle anderen Instrumente muss man an diesem Preis messen.
2. Moorwiedervernässung — der ungenutzte Spitzenreiter#
- Was: Wiedervernässung entwässerter Moorböden.
- Potenzial: 53 Mio. t CO₂-Äq. jährlich, über 7 % der deutschen Gesamtemissionen.
- Kosten: 14–68 €/t (Agora Agrar 2026) — teils unter dem ETS-Preis.
- Umgesetzt: Bund-Länder-Ziel 5 Mio. t bis 2030. Rund 9 % des Potenzials.
- Bewertung: Beste bekannte Kosten-Nutzen-Relation im Land, praktisch nicht gehoben. Keine Belastung für Privathaushalte. Der Grund für die Nichtumsetzung ist nicht ökonomisch, sondern agrarpolitisch — es geht um Nutzungsrechte an Flächen.
3. Onshore-Windkraft — inzwischen im Rahmen#
- Was: EEG-Förderung, heute überwiegend Ausschreibungen.
- Kosten: Gestehungskosten an guten Standorten wettbewerbsfähig; Vermeidungskosten der neueren Anlagen im Bereich des ETS-Preises oder darunter.
- Bewertung: Die Kritik trifft die frühen Förderjahrgänge, nicht den heutigen Zubau. Wichtiger Kostentreiber sind inzwischen Netzanschluss und Genehmigungsdauer, nicht die Anlage.
4. Photovoltaik heute — billig; PV der 2000er — Weltrekord im Negativen#
- Was: EEG-Einspeisevergütung seit 2000.
- Kosten damals: Für die frühen Jahrgänge über 600 €/t (Frondel/RWI), die IEA schätzte 2007 rund 1.000 €/t.
- Kosten heute: Neuanlagen sind ohne Förderung wirtschaftlich.
- Aber — und das ist der entscheidende Einwand: Siehe Abschnitt „Was die Zahl nicht erfasst". Die 600 €/t sind rechnerisch korrekt und als Bewertung trotzdem irreführend.
5. EEG insgesamt#
- Kosten: Kumuliert je nach Abgrenzung im Bereich mehrerer hundert Milliarden Euro.
- Vermeidungskosten: Im letzten Jahrzehnt rund 150–190 €/t (Frondel/RWI); eine Vollkostenrechnung über die gesamte Energiewende kommt auf rund 173 €/t.
- Bewertung: Etwa das Doppelte bis Dreifache des ETS-Preises. Als reines Klimainstrument teuer. Als Industriepolitik gescheitert (siehe unten). Als globale Kostensenkungsmaschine erfolgreich.
6. Kohleausstieg per Ordnungsrecht#
- Kosten: Entschädigungen und Subventionen bislang rund 5,8 Mrd. €.
- Vermeidungskosten: In Teilbereichen der Stilllegungen rund 464 €/t (Frondel/RWI).
- Bewertung: Ordnungsrechtlich erzwungen statt über den Preis gesteuert. *Der ETS hätte dieselben Kraftwerke bei ausreichendem Zertifikatspreis ohnehin verdrängt — und zwar in der wirtschaftlich richtigen Reihenfolge, ohne Entschädigungszahlung.
7. Gebäudesanierung und Heizungstausch#
- Kosten: Sanierungsmaßnahmen liegen breit gestreut, häufig 150–400 €/t, Einzelmaßnahmen deutlich darüber.
- Bewertung: Hohe Kosten, lange Amortisation, hohe Belastung für Eigentümer mit geringem Einkommen. Gleichzeitig realer Nutzen jenseits des Klimas (Wohnkomfort, Energiesicherheit, Wertsteigerung). Das Problem ist weniger die Maßnahme als das Tempo, mit dem sie erzwungen wurde.
8. Kaufprämie für E-Autos (Umweltbonus)#
- Kosten: Rund 10 Mrd. € von 2016 bis 2023, dazu fortlaufende Steuervorteile.
- Vermeidungskosten: Über 1.000 €/t (Frondel/RWI).
- Bewertung: Als Klimainstrument nicht zu rechtfertigen. Als Markteinführungshilfe diskutabel — aber dann müsste man es auch so nennen und an Bedingungen knüpfen. Ein erheblicher Teil floss in hochpreisige Fahrzeuge, also von unten nach oben.
9. Biokraftstoffquote#
- Bewertung: Hohe Kosten pro Tonne, konkurrierende Flächennutzung, indirekte Landnutzungsänderungen, die einen Teil des Nutzens wieder auffressen. Bei Palmöl-basierten Kraftstoffen war die Bilanz zeitweise negativ. Inzwischen teilweise korrigiert.
10. Tempolimit — der Streitfall#
Bewertung: Hier gehen die Zahlen weiter auseinander als bei allem anderen. Frondel kommt auf bis zu 1.226 €/t — weil er die verlorene Zeit der Autofahrer mit 15 €/h! bewertet. Rechnet man ohne Zeitbewertung, sind die direkten Kosten nahe null und das UBA kommt auf einen relevanten Einspareffekt.
Das ist ein Musterbeispiel dafür, wie eine Annahme das Ergebnis erzeugt. Beide Zahlen sind korrekt gerechnet. Wer eine davon zitiert, ohne die Annahme zu nennen, argumentiert unredlich — egal in welche Richtung.
Sonderfall: Kernenergieausstieg#
Ökonomisch der klarste Fall, politisch der umstrittenste: Es wurde emissionsarme Kapazität stillgelegt, während emissionsintensive weiterlief. Eine Rechnung, die den entgangenen Gewinn der Bestandsanlagen gegenrechnet, kommt auf negative Vermeidungskosten — das heißt, der Weiterbetrieb hätte Geld eingebracht und Emissionen gespart.
Dagegen steht: Endlagerung, Rückbau, Haftungsrisiko, und der Umstand, dass die Meiler ohnehin altersbedingt ausgelaufen wären. Wer hier eine Zahl nennt, sollte sagen, welche dieser Posten er eingepreist hat. Meist tut das niemand.
Weltweit: die großen Posten#
1. Montrealer Protokoll / Kigali — das beste Verhältnis der Geschichte#
- Was: FCKW- und HFKW-Regelung, seit 1987.
- Effekt: Ozonschicht auf Erholungskurs. Kigali-Zusatz spart geschätzt 0,3–0,5 °C Erwärmung bis 2100.
- Kosten: Multilateraler Fonds, kumuliert wenige Milliarden Dollar.
- Warum es funktioniert: Wenige Stoffe, wenige Hersteller, Handelssanktionen gegen Nicht-Vertragsparteien, Finanzierung der Umstellung für Entwicklungsländer, Fristenanpassung per Mehrheit statt Konsens.
Das ist das einzige internationale Umweltregime mit echter Rückkopplung. Kein Verbraucher hat dafür auf einen Kühlschrank verzichtet.
2. Brasiliens Entwaldungskontrolle 2004–2012#
- Effekt: Rund 80 % Rückgang der Amazonas-Entwaldung in acht Jahren.
- Kosten: Gering — Satellitenüberwachung, Vollzugspersonal, Kreditsperren für illegale Flächen, Sojamoratorium.
- Bewertung: Vermutlich die höchste Tonnage pro eingesetztem Euro, die je erreicht wurde. Danach politisch zurückgedreht, dann wieder aufgenommen.
- Das Beweist: Entwaldung ist eine Stellgröße, keine Naturgewalt — sie reagiert innerhalb von Jahren auf Vollzug, in beide Richtungen.
3. Chinas Photovoltaik-Skalierung#
- Effekt: Modulpreise um über 90 % gefallen. Solarstrom ist heute in weiten Teilen der Welt die billigste Stromquelle überhaupt.
- Bewertung: Der größte Klimaerfolg der letzten zwanzig Jahre — und er wurde nicht als Klimapolitik gemacht, sondern als Industriepolitik. Deutschland hat die Nachfrage finanziert, China die Fähigkeit aufgebaut. (Viel schlechter kann man IMHO Indiustriepolitik kaum machen)
4. EU-Emissionshandel#
Siehe oben. Das größte funktionierende CO₂-Preissystem der Welt und Vorbild für Nachahmer.
5. IMO-2020-Schwefelgrenze#
- Effekt: Schwefelemissionen der Schifffahrt um rund 80 % gesenkt. Erheblicher Gesundheitsnutzen.
- Klimaeffekt: Kurzfristig negativ — weniger reflektierende Aerosole bedeuten mehr Erwärmung, messbar über den Schifffahrtsrouten.
- Bewertung: Richtig entschieden. Aber ein Lehrstück dafür, dass Luftreinhaltung und Klimaschutz nicht dasselbe sind und sich kurzfristig widersprechen können. Wer das nicht sauber trennt, versteht die Datenlage nicht.
6. Chinas Rauchgasentschwefelung#
Dasselbe Muster in noch größerem Maßstab. Millionen vermiedener vorzeitiger Todesfälle, gleichzeitig Wegfall einer kühlenden Wirkung.
7. Clean Development Mechanism (CDM) — der Negativposten#
- Was: Kyoto-Mechanismus zur Anrechnung von Minderungsprojekten in Entwicklungsländern.
- Der Skandal: HFKW-23-Vernichtungsprojekte machten etwa 51 % aller CDM-Zertifikate aus. Die Anlagen produzierten in Zeiträumen ohne Anrechenbarkeit deutlich weniger HFKW-23 als in Zeiträumen mit — der Nachweis, dass Menge und Anrechnungsregel zusammenhängen.
- Größenordnung: Rund 6 Mrd. USD an Zertifikaten für eine Technik, deren direkte Installation auf etwa 100 Mio. USD geschätzt wurde. Faktor 60.
- Bewertung: Ein Mechanismus, der es lukrativer machte, ein Treibhausgas zu erzeugen und zu vernichten, als das eigentliche Produkt zu verkaufen. Das ist kein Vollzugsfehler, das ist ein Konstruktionsfehler — und der schärfste Beleg dafür, dass Anreizsysteme ohne Gegenkontrolle in ihr Gegenteil kippen.
8. Kyoto und Paris als Rahmenwerke#
- Effekt auf die globale Emissionskurve: Nicht nachweisbar.
- Grund: 198 Parteien, Konsensregel, selbstbestimmte und rechtlich unverbindliche Beiträge, kein Sanktionsmechanismus. Die Summe der eingereichten Zusagen verfehlt das eigene Ziel — konstruktionsbedingt, nicht durch Nachlässigkeit.
- Bewertung: Als Koordinations- und Berichtsrahmen nützlich. Als Steuerungsinstrument wirkungslos.
9. US-Biokraftstoffmandate (RFS)#
Milliardenumfang, umstrittene Netto-Klimabilanz, erheblicher Effekt auf Getreidepreise und damit auf Ernährungssicherheit in Importländern. Ein Beispiel dafür, wie eine Klimamaßnahme Kosten in ein völlig anderes System exportiert.
10. EU-Methanverordnung (2024)#
Noch ohne Wirkungsbilanz, aber konstruktiv das beste neue Instrument: Marktzugang für Gasimporte wird an Mess- und Berichtsstandards gekoppelt, ab 2030 an Intensitätsgrenzen. Kein Appell, sondern Bedingung. Falls das funktioniert, ist es die Blaupause.
Was die Zahl „Euro pro Tonne" nicht erfasst#
Hier kommt der Einwand, den ich gegen mich selbst erheben muss.
Die 600 bis 1.000 €/t für frühe deutsche Solaranlagen sind korrekt gerechnet. Und als Bewertung trotzdem falsch, weil sie das falsche Produkt misst.
Deutschland hat mit dem EEG nicht in erster Linie deutsches CO₂ gekauft. Es hat eine Lernkurve finanziert. Photovoltaik folgt einer Erfahrungskurve: Jede Verdopplung der kumulierten Produktionsmenge senkt die Stückkosten um etwa 20 %. Die deutsche Nachfrage der 2000er Jahre war über Jahre der größte Einzelmarkt der Welt und hat einen erheblichen Teil dieser Verdopplungen bezahlt.
Das Ergebnis ist heute in Indien, Pakistan, Nigeria und Brasilien zu besichtigen, wo Solarstrom billiger ist als alles andere. Diese Tonnen tauchen in keiner deutschen Vermeidungskostenrechnung auf.
Aber — und deshalb bleibt die Kritik bestehen: Man kann eine Lernkurve auch finanzieren, ohne die eigene Industrie zu verlieren. Gefördert wurde der Kauf, nicht die Fertigung. Die Skalenerträge entstanden dort, wo produziert wurde. Wer Anwendung fördert statt Fähigkeit, bezahlt die Lehrzeit und ein anderer bekommt den Beruf.
Der Vorwurf lautet also nicht „zu teuer". Er lautet: falsch konstruiert.
Die drei Muster, die sich durchziehen#
Erstens: Priorisierung nach Sichtbarkeit statt nach Wirkung. Der Heizungstausch ist sichtbar und wird durchgesetzt. Das Moor ist unsichtbar und bekommt ein Neun-Prozent-Ziel — bei besserem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die Verteilung der politischen Energie folgt nicht der Kostenkurve.
Zweitens: Ordnungsrecht statt Preis. Fast alle teuren Posten dieser Liste sind ordnungsrechtlich oder über Fördertöpfe gesteuert. Fast alle billigen laufen über einen Preis oder über Vollzug bestehender Regeln. Der Grund ist nicht Ökonomie, sondern Zurechenbarkeit: Ein Fördertopf hat einen Absender, ein Marktpreis nicht.
Drittens: Verteilungsrichtung von unten nach oben. EEG-Umlage auf die Stromrechnung, Kaufprämien überwiegend für höherpreisige Fahrzeuge, Sanierungspflichten für Eigentümer, Entschädigungen an Kraftwerksbetreiber. Das ist selten so beabsichtigt, aber es ist regelmäßig das Ergebnis — weil Förderung dort ankommt, wo jemand einen Antrag stellen kann. Da hätte man vielleicht auch mal VORHER drüber nachdenken können!
Fazit in vier Sätzen#
Die billigsten Maßnahmen werden am wenigsten gemacht. Die teuersten haben die größte politische Sichtbarkeit. Der einzige Mechanismus, der die Reihenfolge automatisch richtig sortiert, wird durch Instrumente überlagert, die sie wieder durcheinanderbringen.
Und die einzige internationale Vereinbarung, die nachweislich funktioniert hat, ist die, über die niemand spricht.
Quellen#
Deutsche Vermeidungskosten
- Frondel, M. (2024), Die hohen unbekannten CO₂-Vermeidungskosten ordnungsrechtlicher Klimaschutzmaßnahmen, RWI im Auftrag der INSM — PV historisch >600 €/t, E-Auto-Prämie >1.000 €/t, Tempolimit bis 1.226 €/t, Kohleausstieg-Teilbereiche 464 €/t, Entschädigungen 5,8 Mrd. €: https://files.insm.de/uploads/2024/11/Frondel-CO2-Vermeidungskosten.pdf (Auftraggeber beachten)
- IEA (2007), Renewables for Heating and Cooling — historische PV-Vermeidungskosten rund 1.000 €/t
- BDI / Prognos / BCG (2018), Klimapfade für Deutschland — sektorale Vermeidungskosten
- Fraunhofer ISE, Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland (laufend): https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.html
- UBA, Methodenkonvention zur Ermittlung von Umweltkosten — Schadenskosten 195–680 €/t je nach Diskontierung
Moore
- Agora Agrar (2026), Wiedervernässung von Moorböden — 14–68 €/t: https://www.agora-agrar.de/publikationen/wiedervernaessung-von-moorboeden
- UBA / DEHSt, Moorklimaschutz — 53 Mio. t CO₂-Äq.
- BMLEH, Klimaschutz durch Moorbodenschutz — Ziel 5 Mio. t bis 2030
Emissionshandel
- EU-Kommission, EU Emissions Trading System: https://climate.ec.europa.eu/eu-action/eu-emissions-trading-system-eu-ets_en
- Beschluss (EU) 2015/1814 — Marktstabilitätsreserve, Löschmechanismus seit 2019
- FAU Erlangen-Nürnberg / WU Wien / FH Graubünden (2021), Effectiveness of Climate Policies: Carbon Pricing vs. Subsidizing Renewables
CDM / HFKW-23
- Schneider, L. (2011), Perverse incentives under the CDM: an evaluation of HFC-23 destruction projects, Climate Policy 11(2):851–864, doi:10.3763/cpol.2010.0096
- Wara, M. (2007), Is the global carbon market working?, Nature 445:595–596
- NRDC (2010), The Curious Case of HFC-23
- EIA, Ethically Bankrupt (2010) — Anteil der HFKW-23-Zertifikate am CDM-Gesamtvolumen
Montreal / Kigali
- Velders et al. (2015), PNAS 112:2529–2534 — Klimawirkung der HFKW-Regelung
- WMO/UNEP (2022), Scientific Assessment of Ozone Depletion
- UNEP Ozone Secretariat: https://ozone.unep.org
Entwaldung
- Nepstad et al. (2014), Science 344:1118–1123 — Wirkungsanalyse Brasilien
- INPE / PRODES — Entwaldungsdaten: http://terrabrasilis.dpi.inpe.br
Lernkurve Photovoltaik
- IEA (2022), Special Report on Solar PV Global Supply Chains: https://www.iea.org/reports/solar-pv-global-supply-chains
- Nemet, G. (2019), How Solar Energy Became Cheap, Routledge — Standardwerk zur Erfahrungskurve und zur Rolle der deutschen Nachfrage
- Way et al. (2022), Joule 6:2057–2082 — Kostenprognosen aus Erfahrungskurven
IMO 2020 / Aerosole
- Yuan et al. (2024), Communications Earth & Environment — Klimaeffekt der Schwefelgrenze
- IPCC AR6 WG1, Kapitel 6 und 7 — kurzlebige Klimatreiber
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