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Thomas Arends

Thomas Arends

Schwierige Dinge einfach machen

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Neue Beiträge

Klimadebatte: Zwei Prozent, drei Hebel

·10 min
Der durchaus berechtigte Einwand kommt in jeder Klimadebatte. Deutschland verursacht ca. zwei Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen. Wenn wir kein Gramm Öl mehr verbrennen, wird es woanders billiger. Dann verbrennen andere eben mehr. (Was Deutschland tun könnte und was wirken würde habe ich mal beschrieben.) Der Einwand stimmt zur Hälfte. Genau diese Hälfte zeigt, wo die eigentlichen Hebel liegen. Zur Lesart: Gemessen heißt, es gibt eine Zahl aus einer genannten Quelle. Bekannt heißt, es ist gesichertes Grundwissen. Unsicher heißt, ich schätze oder habe es nicht neu geprüft.

Strohfeuer mit Ansage

·10 min
Beim Konsumklima Summit des NIM in Berlin waren sich ein Podiumsgast und ifo-Präsident Clemens Fuest einig: Das aktuelle Wachstum wird zum Strohfeuer, wenn die Bundesregierung die Bedingungen für private Investitionen nicht spürbar verbessert. Ohne Wachstum lassen sich Rente, Pflege, Infrastruktur und Sicherheit nicht dauerhaft bezahlen. Diese Erkenntnis hat soviel Wert wie, es ist Herbst. Jeder weiß es. Der Satz ist nicht neu. Sogar die Bundesregierung schreibt ihn selbst. Wenn alle dasselbe wissen und trotzdem nichts Messbares passiert, fehlt nicht die Erkenntnis. Dann fehlt die Steuerung. Die Frage ist also nicht mehr „Was ist das Problem?". Die Frage ist: Was ist die Lösung?

EU-Verpackungsverordnung: Quoten erfüllt, Ziel verfehlt?

·6 min
Seit dem 12. August 2026 gilt die EU-Verpackungsverordnung. Sie betrifft jedes Unternehmen, das Verpackungen herstellt, befüllt, importiert oder verkauft. Eine allgemeine Mengengrenze nach unten gibt es nicht. Frage: Woran messen wir in zehn Jahren, ob die Verordnung gewirkt hat? Und falls wir es nicht merken: Wie hätte man sie bauen müssen? Geprüft wird mit fünf Fragen aus meinem Lebensfähigkeitsmodell. Sie gelten für jedes System, das einen Zweck hat. Also auch für ein Gesetz.

Finanzamt: Wie, Du kennst die Zulassungsrichtlinie deines Computers nicht? - Zahle!

·5 min
Auf LinkedIn gab es gerade ein sauber gerechnetes Beispiel. Ein reines Elektroauto als Dienstwagen, Bruttolistenpreis 60.000 Euro. Lohnsteuer Betrachtung: Der Listenpreis wird geviertelt. Der geldwerte Vorteil beträgt 150 Euro im Monat. Umsatzsteuer Betrachtung: Die Vergünstigung gilt hier nicht. Maßgeblich ist der volle Wert, also 600 Euro im Monat. - …. Die Differenz beträgt unter der o.a. Berechnung rund 72 Euro Umsatzsteuer pro Fahrzeug und Monat. Bei 100 Fahrzeugen sind das > 85.000 Euro im Jahr. In der Betriebsprüfung wird daraus mal so eben ein sechsstelliger Betrag, plus Zinsen.

Versuchte Ursachenanalyse: Schwierigkeiten der deutschen Wirtschaft

·8 min
China, Energiepreise, Bürokratie, Zölle. Erklärungen für den Zustand der deutschen und auch er europäischen Industrie stehen jeden Tag in der Zeitung. Sie stimmen alle. Sie helfen aber nicht, denn an keinem dieser Punkte kann ein Unternehmer drehen. Wenn ein äußerer Auslöser die Ursache ist, bin ich Effekt. Die Frage ist: Wo hätte jemand im Unternehmen handeln können, und warum ist es nicht passiert? Ich habe versucht, Ursachen herauszufinden. Das Ergebnis vorweg: Ich habe keine nachweisliche Ursache gefunden. Ich habe Auffälligkeiten gefunden, Vermutungen und eine Lücke. Am Ende steht ein Vorschlag, wie ein Unternehmen seine eigene Ursache selbst feststellt.