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Thomas Arends

Thomas Arends

Schwierige Dinge einfach machen

Hinweis zu KI

Neue Beiträge

Automatisierung: Es wird heftig schütteln

·4 min
Bosch nennt schwache Nachfrage und Kosten als Grund für eine 40 Stunden-Woche. Mercedes hat zusätzlich einen anderen Hebel gezogen: Der Konzern hat sich 2025 vertraglich verpflichtet, bis 2034 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Der klassische Stellenabbau ist damit blockiert. Mehr Stunden ohne Lohnausgleich wirkt wie ein Umweg dorthin: Bei einer Erhöhung von 35 auf 40 Stunden bei gleichem Monatsentgelt sinkt die Vergütung je Arbeitsstunde rechnerisch um 12,5 Prozent, Das ist ein Kostenschnitt in der Wirkung, ohne dass eine Stelle formal abgebaut wird. Wenn die Kapazität nicht ausgelastet ist, schafft mehr Arbeitszeit keinen zusätzlichen Bedarf. Das ist Stellenabbau, nur nicht so genannt.

Der Ausschuss hat geantwortet. Er hat recht — und das ist das Problem.

·4 min
Vor drei Wochen habe ich vorgerechnet: 500 Milliarden Euro Bundeshaushalt, rund 4.000 Ausgabetitel, und § 7 der Bundeshaushaltsordnung schreibt für jeden davon eine Erfolgskontrolle vor. Ob sie stattfindet, war aus den Haushaltsunterlagen selbst nicht ersichtlich. Ich habe den Haushaltsausschusses gefragt. Die Antwort ist da. Sie ist höflich, sie ist verfahrensmäßig sauber, und sie widerlegt nichts von dem, was ich geschrieben hatte. Im Gegenteil: Sie bestätigt meine Befürchtung, nur in einer Sprache, die dafür gemacht ist, dass man es beim ersten Lesen überliest.

Warum Ihr Plan subobtimal ist

·7 min
Nehmen Sie Ihren aktuellen Projektplan. Streichen Sie jede Zeile, die mit „Entwicklung", „Einführung", „Erstellung" oder „Optimierung" beginnt. Was bleibt dann übrig? Bei den meisten Plänen, die ich in über dreißig Jahren Projektarbeit gesehen habe, bleiben Termine. Und ein paar Namen. Das ist kein Plan. Was da steht, ist kein Plan # „Entwicklung einer Positionsregelung" klingt nach Arbeit. Es klingt sogar nach Fortschritt. Aber prüfen Sie den Satz einmal mit drei einfachen Fragen:

Politik: Acht Ziele, geprüft: Energieversorgung

·4 min
Acht politische Ziele, eine Methode. In dieser Reihe prüfe ich jedes gegen dieselben fünf Pflichten, mit denen ich sonst Bauteile, Firmen und Projekte auf Lebensfähigkeit prüfe: Zweck, Idealzustand, Messmittelfähigkeit, Schwachpunkt, Reaktionszeit. Teil 1: Energieversorgung. Oben: Tagesschau/rbb, Quelle Bundeswirtschaftsministerium/ADAC. Unten: dieselben Zahlen, neu gruppiert. (Quelle des Bildes Telegram Chat) Zwei Grafiken, dieselben vier Zahlen: 111 Cent „Kosten und Gewinn", 15,6 Cent CO₂-Preis, 65,5 Cent Energiesteuer, 36,5 Cent Mehrwertsteuer — bei einem Liter Super E10 für 2,29 €. Die Tagesschau zeigt „Kosten und Gewinn" als einen Balken neben drei einzelnen Steuerbalken. Addiert man die drei, kommt man auf 118 Cent — 51,5 Prozent des Preises, mehr als die Hälfte.

700 Millionen Euro für eine Frage, die niemand gestellt hat

·12 min
Im September 2026 wurde bekannt, dass Zeiss seine SAP-Migration neu ausrichtet. Fünf Jahre Arbeit, ein kompletter Neuaufbau der Systemlandschaft, und jetzt die Kehrtwende: Statt alles neu zu bauen, wird die bestehende Landschaft weitgehend unverändert auf die neue Plattform gehoben. Die kolportierte Summe: über 200 Millionen Euro. Acht Jahre vorher hatte Lidl ein Vorhaben ähnlicher Art gestoppt. Auch dort eine Warenwirtschaft, auch dort SAP, auch dort sieben Jahre. Die dort kolportierte Summe: rund 500 Millionen Euro.