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Thomas Arends

Thomas Arends

Schwierige Dinge einfach machen

Hinweis zu KI

Neue Beiträge

Erst mal bauen, dann nachweisen?

·5 min
Ein Kollege erzählte mir diese Woche von einem Angebot aus den USA. Eine KI liest die vorhandenen Anforderungen eines Produkts, ordnet sie den geltenden Normen zu und erzeugt daraus die Unterlagen für den Auditor. Angeblich abgeschottet in der Cloud und ohne dass ein Mensch die Zuordnung prüft. Ich habe das Angebot nicht selbst gesehen. Deshalb nenne ich keinen Namen und bewerte keinen Anbieter. Ich schreibe über das Muster dahinter, denn das kenne ich seit über zwanzig Jahren: Erst wird entwickelt. Danach wird belegt, dass alles richtig war. Nachweis, wenn das Gerät auf dem Hof steht. Kann man so machen ……

Reality correction: Man fliegt dorthin, wo man hinschaut

·6 min
Jeder Fahrlehrer für Motorräder sagt denselben Satz: Schau nicht auf das Hindernis. Schau dorthin, wo du hinwillst. Wer auf den Baum starrt, fährt in den Baum. Piloten lernen das Gleiche. Das Phänomen heißt Zielfixierung, und es funktioniert zuverlässig: Die Maschine folgt dem Blick. Auf Social Media starren wir seit Jahren auf den Baum. Ihr habt recht. Es hilft nur nichts. # Damit kein Missverständnis entsteht: Ich bin mit der Regierungsarbeit in diesem Land maximal unzufrieden. Ich habe über den Bundeshaushalt geschrieben > 400 MRD € (Hauptsache Geld ausgeben?) und den Haushaltsausschuss gefragt, wer prüft, ob das Geld wirkt. Die Antwort: Zuständig sind die Ministerien selbst, nach § 7 der Bundeshaushaltsordnung. Eine flächendeckende Prüfung durch den Ausschuss gibt es nicht.

Automatisierung: Es wird heftig schütteln

·4 min
Bosch nennt schwache Nachfrage und Kosten als Grund für eine 40 Stunden-Woche. Mercedes hat zusätzlich einen anderen Hebel gezogen: Der Konzern hat sich 2025 vertraglich verpflichtet, bis 2034 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Der klassische Stellenabbau ist damit blockiert. Mehr Stunden ohne Lohnausgleich wirkt wie ein Umweg dorthin: Bei einer Erhöhung von 35 auf 40 Stunden bei gleichem Monatsentgelt sinkt die Vergütung je Arbeitsstunde rechnerisch um 12,5 Prozent, Das ist ein Kostenschnitt in der Wirkung, ohne dass eine Stelle formal abgebaut wird. Wenn die Kapazität nicht ausgelastet ist, schafft mehr Arbeitszeit keinen zusätzlichen Bedarf. Das ist Stellenabbau, nur nicht so genannt.

Der Ausschuss hat geantwortet. Er hat recht — und das ist das Problem.

·4 min
Vor drei Wochen habe ich vorgerechnet: 500 Milliarden Euro Bundeshaushalt, rund 4.000 Ausgabetitel, und § 7 der Bundeshaushaltsordnung schreibt für jeden davon eine Erfolgskontrolle vor. Ob sie stattfindet, war aus den Haushaltsunterlagen selbst nicht ersichtlich. Ich habe den Haushaltsausschusses gefragt. Die Antwort ist da. Sie ist höflich, sie ist verfahrensmäßig sauber, und sie widerlegt nichts von dem, was ich geschrieben hatte. Im Gegenteil: Sie bestätigt meine Befürchtung, nur in einer Sprache, die dafür gemacht ist, dass man es beim ersten Lesen überliest.

Warum Ihr Plan subobtimal ist

·7 min
Nehmen Sie Ihren aktuellen Projektplan. Streichen Sie jede Zeile, die mit „Entwicklung", „Einführung", „Erstellung" oder „Optimierung" beginnt. Was bleibt dann übrig? Bei den meisten Plänen, die ich in über dreißig Jahren Projektarbeit gesehen habe, bleiben Termine. Und ein paar Namen. Das ist kein Plan. Was da steht, ist kein Plan # „Entwicklung einer Positionsregelung" klingt nach Arbeit. Es klingt sogar nach Fortschritt. Aber prüfen Sie den Satz einmal mit drei einfachen Fragen: